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Seit dem 7.10.2008 ist es amtlich: Unsere Schule trägt das “Gütesiegel”, mit dem Schulen ausgezeichnet werden, die Jugendliche gezielt und nachhaltig auf die Berufsausbildung vorbereiten.

Durch die Verleihung eines Gütesiegels "Startklar für den Beruf" sollen die von den Hauptschulen und anderen Schulen vielfach erbrachten Leistungen zur Verbesserung und Sicherung der Ausbildungsfähigkeit ihrer Schülerinnen und Schüler eine öffentliche Anerkennung finden.

In diesem Jahr haben wir uns zum ersten Mal für das Gütesiegel beworben. Dazu musste ein umfangreicher Bericht erstellt werden. In zwei dicken Aktenordnern sind alle Projekte der letzten Jahre, die zum Bereich der Berufsorientierung gehören, versammelt. Auch über die Homepage kann man sich das ansehen.

Am 7.10, kam dann eine Jury, die unsere Schule besichtigte und sich von Frau de Vries, Frau Kipry und Herrn Poelmeyer, Frau Feldkamp und Herrn Faßhauer über einzelne Projekte informieren ließ.

Vorwort

Die Haupt- und Realschule Großheide ist Bewerberin für die Gütesiegelaktion 2008 „Startklar für den Beruf“.

Was mag zu einem einstimmigen Votum der Gesamtkonferenz geführt haben, die Mehrarbeit für eine Dokumentation und einen Internetauftritt zu beschließen?

Die folgenden Erfahrungen sind Grund genug für eine Bewerbung.

Ohne Zweifel ist die berufsorientierende Bildungsarbeit in den Schulen einem schnellen Wandel unterlegen. Die Anforderungen an einen Auszubildenden haben sich nicht nur verändert, sondern sind sogar gestiegen. Handwerksmeister klagen über die schwachen Leistungen, hauptsächlich in den Fächern Mathematik und Deutsch, insbesondere in der Rechtschreibung, stellen fehlende Sozialkompetenz und Leistungsbereitschaft fest; einige Lehrherren bangen um fähigen Nachwuchs.

Sehr wohl wissend um die veränderten Anforderungen, wohl wissend um die Schwächen unserer Schüler, meinen wir aber auch, dass sich aus einem „typischen“ Hauptschüler kaum ein Realschüler und schon lange kein Gymnasiast entwickeln kann, auch wenn die Wirtschaft nach mehr Realschulabsolventen und Abiturienten ruft. Dies ist nur durch Niveauverlust zu erreichen. Der § 54 NSchG fordert vom Schulwesen daher mit Recht„eine begabungsgerechte individuelle Förderung“.

Schüler lernen nicht nur für den Beruf, sondern auch für das Leben, Schule bereitet auf das Leben vor und der Beruf ist eben nur ein Teilbereich des Lebens. Hierzu leisten wir als Schule - neben dem Elternhaus und den anderen Institutionen unserer Gesellschaft - gerne einen aktiven Beitrag.

Was der Turbolader für den Motor, das ist die Motivation für die Arbeitsleistung. (Ernst Lahm)

Bei den Anstrengungen unsere Schüler ausbildungsfähig zu machen bemühen wir uns um eine entspannte und harmonische Atmosphäre. Spaß und Freude sorgen bekanntlich für zusätzliche Motivation und reduzieren Ängste. Nicht vergessen werden darf, dass die Schule auch den Auftrag der Gesundheitserziehung hat: Ohne Gesundheit keine Leistung!

Jede Evaluation – und diese ist erforderlich – macht den Ist-Zustand bewusst, hält einen Spiegel vor, lässt die Stärken und Schwächen erkennen, ... und nur der, der um die Stärken und Schwächen weiß, kann daran arbeiten, kann Änderungen bewirken, kann Qualität entwickeln.

Die Verleihung des Gütesiegels schafft die Gewissheit, kompetente Arbeit zu leisten und gibt den Erziehungsberechtigten die Sicherheit, dass ihr Kind gut auf den Beruf vorbereitet wird und verstärkt für die zukünftigen AZUBIs eindeutig die Berufsorientierung und -vorbereitung.

Die in der Dokumentation vorgelegte Grafik „Projekte, Veranstaltungen und Maßnahmen“ wurden zum Teil zusammengefasst, einige gestrichen und etliche hinzugefügt. Auf diese Weise kann sich der Betrachter eine Übersicht verschaffen, auch über später nicht mehr ausführlich präsentierte Veranstaltungen (vgl. Grafische Darstellung der schulischen Maßnahmen zur Berufsvorbereitung).

Im Folgeteil werden die Projekte/Maßnahmen den drei Feldern Persönlichkeitsstärkung, Leistungsqualifizierung und Eignungsorientierung zugeordnet. Der kurzen Projektbeschreibung und den als Beleg dienenden Fotos wird eine Übersicht vorangestellt, die Projektbezeichnung, die Inhalte und Ziele, die Nachhaltigkeit sowie Wirksamkeit und Projektbeteiligte bzw. –verantwortliche aufführt.

Wir geben zu bedenken, dass die meisten Projekte allen drei Bereichen (Persönlichkeitsstärkung, Leistungsqualifizierung und Eignungsorientierung) zuzuordnen sind, beschränken uns jedoch weitgehend darauf, die jeweilige Maßnahme dort einzuordnen und vorzustellen, wo wir den Schwerpunkt sehen. Äußerst viele Maßnahmen bzw. Projekte finden hierbei keine Berücksichtigung und bleiben in dieser Dokumentation weitgehend unerwähnt, was den Wert dieser aber auf keinen Fall schmälern soll.

 

Unser Selbstverständniss

Die Leitlinien unserer pädagogischen Arbeit folgen dem schulischen Auftrag des Forderns und Förderns. Im Mittelpunkt der pädagogischen Bemühungen stehen die Verbesserung der Lern- und Leistungsfähigkeit der SchülerInnen sowie die Intensivierung und Individualisierung des Lernens.

Die Schule versteht sich als Ort der Begegnung und Kommunikation, des Verstehens und Unterstützens. Gegenseitige Rücksicht und Achtung sind die Grundlage für ein gutes Miteinander. Gewaltverzicht und Hilfsbereitschaft sind unverzichtbar. Jeder muss einen Beitrag zum Gelingen des schulischen und sozialen Lebens leisten. Die Schule ist ein geschützter, überschaubarer Raum, in dem man Fehler machen darf und aus Fehlern lernt. Sie ist ein Forum zum Mitgestalten und Mitbestimmen und eine erst Öffentlichkeit um sich zu präsentieren.
Der schulische Erziehungsauftrag stellt eine Ergänzung zur familiären Sozialisation dar. Durch eine zunehmende Öffnung der Schule vermittelt die Schule lebensnahe und praktische Lernerfahrungen. Ein vielfältiges gemeinsames Schulleben ermöglicht eine Identifikation der Schüler, Eltern und Lehrer mit der Schule.

Die Arbeit an der Hauptschule

Schule bewirbt sich in diesem Schuljahr zum ersten Mal um die Gütesiegelauszeichnung „Startklar für den Beruf“. Die Hauptschule profiliert sich immer stärker durch verschiedene Projekte und spezielle Maßnahmen. Die Förderung der Sozialkompetenz und der Schlüsselqualifikation sowie die Berufs- und Praxisorientierung kennzeichnet diese Schulform. Die allgemeine pädagogische Arbeit ist horizontal auf Jahrgangsebene teilweise mit der Realschule vernetzt und in ihrem besonderen Profil vertikal innerhalb der Hauptschule verankert.

Der Unterricht findet an der HRS Großheide überwiegend schulformbezogen statt. Nur in den  Fächern Religion/Werte und Normen. Unterrichtet wird in den Hauptschulklassen nach dem Klassenlehrerprinzip, d. h. der Klassenlehrer unterrichtet möglichst viele Fächer und Stunden in seiner Klasse. Das Klassenteam ist möglichst klein und arbeitet pädagogisch eng zusammen. Fester Bestandteil der Stundentafel ist die Verfügungsstunde in allen Jahrgängen außer in Klasse 10. Hier werden nicht nur organisatorische Dinge geregelt, sondern es bietet sich auch Raum und Zeit für die Erörterung pädagogischer Fragen, von Regeln und Problemen. Bei Bedarf (Meditation, Beratung) können diese Stunden auch doppelt besetzt werden.

An der Hauptschule steht die Vermittlung einer allgemeinen Grundbildung an zentraler Stelle (siehe Erlass „Die Arbeit in der Hauptschule“). Die Pflichtfächer werden ergänzt durch die Angebote im Wahlpflichtbereich, die die SchülerInnen nach Neigung, Fähigkeit und Interesse auswählen. In allen Jahrgängen bilden praxisnahe Kurse wie Hauswirtschaft, Werken, Technik und Informatik einen Schwerpunkt. Die äußere Differenzierung in den Fächern Englisch und Mathematik ab Klasse 9 ermöglicht eine Förderung der fachlichen Stärken und eine Unterstützung der lernschwachen SchülerInnen in kleinen B-Kursen.

Neben der Wissensvermittlung nimmt die Erziehungsarbeit einen hohen Stellenwert in der Hauptschule ein. Wertorientierte Erziehung, basierend auf den demokratischen und christlichen Grundwerten unserer Gesellschaft, bildet die Grundlage für die schulische Arbeit und ergänzt die Erziehung in der Familie. Regelmäßige Elternabende, Elternsprechtage und Einzelgespräche sind Teil der verstärkten Elternarbeit in der Hauptschule. Ständige Kontakte zum Elternhaus und gemeinsame Aktionen unterstützen die erzieherische Arbeit im Unterricht.
Seit vielen Jahren ist an unserer Schule eine Beratungslehrerin tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in folgenden Bereichen:


•Erziehungs- und Lernberatung für SchülerInnen und Eltern
•Einzelfallhilfe: Hilfestellung bei Lern- und Leistungsschwierigkeiten,
•Verhaltensauffälligkeiten usw.
•Unterstützung der Klassenleitung bei schwerwiegenden Konflikten in einer Lerngruppe
•Entwicklung von Erziehungskonzepten

Vier Lehrkräfte sind als ausgebildete Schulmediatoren tätig. Sie haben ein Mediationskonzept entwickelt, um eine Streitschlichtungskultur innerhalb der Schülerschaft zu etablieren.

Eine weitere wichtige pädagogische Aufgabe in der Hauptschule ist die Förderung der Ausbildungsfähigkeit. Der Übergang von der Schule in den Beruf wird durch vielfältige Maßnahmen im Rahmen des Faches Wirtschaft, der Schülerfirma, des Praxistages im 8. Schuljahr und der Praktika im 8. und 9. Schuljahr unterstützt. Der Erwerb allgemeiner Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Ausdauer u. a. ist dabei von besonderer Bedeutung.
In verschiedenen Projekten arbeitet die Schule mit der heimischen Wirtschaft, dem Landvolkverband und den Vereinen der Gemeinde bereits zusammen. Die Kooperationen sollen ausgebaut und Lernpartnerschaften entwickelt werden.

Das Schulleben an der HRS Großheide ist sehr vielfältig. Feste Bestandteile sind die Kennlerntage zu Beginn der Schulzeit an der HRS Großheide und die Projekttage zum eigenverantwortlichen und sozialen Lernen in Klasse 5 und 6. Klassenveranstaltungen, Klassenfahrten und Wandertage bereichern den Alltag. Eltern und Freunde der Schule besuchen die Schule zum Begrüßungsnachmittag, am „Tag der offenen Tür“ sowie zur Weihnachts- und Schulentlassungsfeier.

Kulturell ist die HRS Großheide sehr aktiv. Die Schule beteiligt sich auch an Veranstaltungen der Gemeinde. Zu den verschiedenen Anlässen gestalten die Schulband, die Theater - AG und verschiedene WPK - Gruppen in der Regel gemeinsam das Programm. Die Schule veranstaltet für jeden Jahrgang gemeinsame Sportveranstaltungen um das Gemeinschaftsgefühl zu fördern.

Die Umweltbildung und die naturnahe Umgestaltung des Schulgeländes waren weitere Schwerpunkte der letzten Jahre. An der Umsetzung waren neben Kollegen und Kolleginnen auch SchülerInnen, Eltern und Partner der Schule beteiligt.

Der weiträumige Schulhof bietet für die SchülerInnen vielfältige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten(Klettergerüst, Tischtennis, Beachball, Hockey usw.) und verschiedene überdachte Sitzmöglichkeiten.

Die Schule ist ab dem Schuljahr 2008/2009 eine offene Ganztagsschule mit freiwilligen Angeboten am Nachmittag. Die Unterstützung durch eine Schulsozialpädagogin gibt es bereits. Im Rahmen des Programms „Zukunft Bildung und Betreuung“ wurden finanzielle Mittel zum Bau einer Cafeteria beantragt.