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Lerntherapie an unserer Schule

Das Förderkonzept der Friederikenschule Großheide „Schwache fördern – Starke fordern“ ist ein grundlegender pädagogischer Auftrag unserer Schule. In diesem Förderkonzept ist die Lerntherapie als Baustein verankert.

Was bedeutet Lerntherapie?

Die Lerntherapie ist eine spezielle pädagogische Förderung für Schüler mit Lern- und Leistungsstörungen.
Der Lerntherapeut integriert Elemente aus der Heilpädagogik, Ergotherapie, Kinesiologie, der Suggestopädie, dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP), der Gesprächs-, Verhaltens- und Gestalttherapie, speziellen PC-Lernprogrammen sowie Methoden, die sich gezielt im Diagnostischen begründeten und mit themenzentrierten Arbeitsdialogen auf die Auseinandersetzung mit den zu erlernenden  Inhalten konzentrieren.
Die Lerntherapie orientiert sich an den Lernvoraussetzungen des Kindes, seinen Bedürfnissen, Schwierigkeiten und Stärken sowie den gesetzten Zielen.
Weil die Lerntherapie vom allgemeinen Ansatz her eine sehr individuelle Lehr- und Lernmethode ist, findet sie in Einzelförderung oder in Kleinstgruppen statt.

Wer benötigt eine Lerntherapie?

Einige Schüler verlieren manchmal den Anschluss an das Lernen, da sie die „Basis“ noch nicht für sich erfasst und verinnerlicht haben. Dies bedeutet, dass ein Weiterlernen nur mit Hilfe des Auswendiglernens und einem gezielten, stupiden Training möglich ist.
Der Förderunterricht in der Schule kann zwar ansatzweise versuchen die entstandenen Erkenntnislücken aufzuarbeiten, reicht aber in den meisten Fällen nicht aus. Meistens wollen mehrere Schüler mit unterschiedlichem Basiswissen ihre „Lücken“ in diesen Stunden mit individuellen Zugängen aufarbeiten. Außerdem ist die Hauptaufgabe des Förderunterrichts die Aufarbeitung des aktuellen Lernstoffes mit anderen Erarbeitungsstrategien. Eine individuelle Basisarbeit kann er nicht leisten, vor allem bei den Schülern die eine Lese-Rechtschreib- schwäche (LRS), Rechenschwäche (Dyskalkulie), Wahrnehmungsstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Motivations- und soziale Integrationsprobleme haben.
Somit ist die Verbindung von Schule und Lerntherapie gefragt.
In der Zusammenarbeit mit den Lehrern, Lerntherapeut/in, Schüler und evt. den Eltern, kann für jedes einzelne Kind eine genaue Diagnostik erstellt werden, die somit zu einem guten individuellen Förderplan führt.

Der Lerntherapeut hat nun alle Möglichkeiten der Hilfestellung:

Beratung mit den Lehrkräften:

  • gemeinsames Diagnostikgespräch
  • didaktisch-methodische Absprachen
  • individuelle Rahmenbedingungen des Lernens

Einzelarbeit mit dem Schüler:

  • -individuelle Aufarbeitung des Basiswissens mit sehr anschaulichen Methoden
  • -Aufbau von inneren Bildern
  • -Allgemeine Entwicklungsförderung (Wahrnehmung, Motorik, Sprache)
  • -Soziale Betreuung (Steigerung des Selbstwertgefühls, Selbstwirksamkeit, Aufmerksamkeit)
  • -Fachdidaktik im Bereich Deutsch und Mathematik
  • -Schriftsprache/LRS/Legasthenie
  • -Rechnen/Dyskalkulie
  • -Selbstmanagement – Nächste Ziele
     

Beratung mit den Eltern:

  • -Erforderliche weitere Schritte
  • -Elternthemen  (Themenwünsche der Eltern)
  • -Therapeuten-/Lehrerthemen (Themenwünsche der Professionellen)
  • -Eventuell: Elternabend 

Mit diesem Baustein „Lerntherapie an der Schule“ ist es möglich, Schüler mit deutlichen Leistungsrückständen, in den z.B. oben aufgeführten Bereichen, direkt in der Schule zu fördern.   


Silvia Drieschner
Dipl. Lerntherapeutin
Friederikenschule Großheide